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Dezentrale Verwertung von Rohabwasser aus der Kanalisation zur Grünflächenentwicklung in ariden Stadtgebieten (am Beispiel VAE)
BMBF-Verbundprojekt
| Projekttitel: | Dezentrale Verwertung von Rohabwasser aus der Kanalisation zur Grünflächenentwicklung in ariden Stadtgebieten (am Beispiel VAE) |
| Projektleiter: | Prof. Dr. Dr. Karl-Ulrich Rudolph |
| Projektpartner: | HUBER SE |
| Förderer: | BMBF - PTKA-WTE |
| Kennzeichen: | 02WD0757 |
| Laufzeit: | Juni 2006 - Dezember 2010 |
In ariden und semi-ariden Stadtgebieten können Grünflächen nur bei künstlicher Bewässerung existieren, sind aber gerade dort für das Stadtklima dringend erforderlich. Dass es daran fehlt, führt vielerorts zu starker Staubentwicklung, Erosion und Hochwasserspitzen. Wo städtische Grünflächen vorhanden sind, müssen sie jedoch oft mit dem knappen Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung beregnet werden. In wasserarmen Armutsgebieten wird häufig auch unbehandeltes Rohabwasser zur Bewässerung verwendet (unter völlig unkontrollierten Bedingungen, sogar für landwirtschaftliche Zwecke), mit allen damit verbundenen Problemen für Volksgesundheit und Gewässerschutz. Im Rahmen eines BMBF-geförderten Vorprojektes (02WD0417) wurden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH bis Ende 2004 zunächst am Beispiel eines potentiellen Einsatzortes in Algerien die Einsatzkriterien und ein Konzept für die kontrollierte Verwendung von grob vorbehandeltem Rohabwasser zur Grünflächenbewässerung entwickelt. Das gewählte Multi-Barrieren-Konzept umfasst drei Aspekte:
des Rohabwassers.
Die praktische Umsetzung des Konzeptes mit einer technischen Pilotanlage zur Rohabwasserbehandlung erfolgt gemeinsam mit der Hans Huber AG in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Die kompakt und einfach gehaltene Pilotanlage ist mit den Verfahrensstufen Separation, Sedimentation und Desinfektion ausgestattet (siehe schematische Darstellung). Die Ablaufplanung sieht einen zweijährigen Versuchsbetrieb mit verschiedenen Testphasen vor. Die Untersuchungen in den VAE erfolgen in Zusammenarbeit mit der lokalen American University of Sharjah. In Deutschland werden im Labormaßstab ergänzende Versuche zur UV-Desinfizierbarkeit von nur teilvorbehandeltem Rohabwasser durchgeführt (technisch unterstützt durch die WEDECO AG).
Schematische Darstellung der Pilotanlage:
Begleitend zu den praktischen Untersuchungen wird vom UTM eine sozio-ökonomische Studie zur Absicherung der Akzeptanz und Umsetzbarkeit des Konzeptes erarbeitet, einschließlich einer Untersuchung der Marktpotentiale in der Zielregion.
Innerhalb des Verbundprojektes liegt die wasserfachliche Bearbeitung und wissenschaftliche Begleitung sowie die Koordination der deutschen Partner beim Institut für Umwelttechnik und Management an der Universität Witten/Herdecke gGmbH (IEEM). Die Herstellung und technische Entwicklungsbetreuung für die Pilotanlage sowie die Betreuung in den VAE erfolgt durch die HUBER SE.
Downloads
Projektkurzbeschreibung
Paper of Rudolph, Fuhrmann, Soud - Decentralized sewage utilization - WRRS 2007
(125 KB)
Poster - Decentralized Reuse of Wastewater - HUBER-Symposium 2007
Poster - LET 2009, Singapore (5,49 MB)

