Institut
Abwasserbehandlung für Industriezonen in Vietnam
| Projekttitel: | Vorstudie zur Abwasserbehandlung für Industriezonen in Vietnam |
| Projektleiter: | Prof. Dr. Dr. Karl-Ulrich Rudolph |
| Projektpartner: | Vietnam Institute of Industrial Chemistry (VIIC) |
| Förderer: | BMBF - Internationales Büro |
| Kennzeichen: | VNM 07/004 |
| Projektlaufzeit: | November 2007 - September 2009 |
Mit einem Projektvolumen von rd. 15 Mio. € ist Vietnam eines der Schwerpunktländer des BMBF. Es bestehen seit mehr als zehn
Jahren intensive Kontakte der wissenschaftlichen Zusammenarbeit im Wassersektor, die auch von der Wirtschaft genutzt
werden können.
Vietnam hat 162 registrierte Industriezonen (IZ), für die es 28 Klärwerke mit zumeist verbesserungsbedürftigem Bau- und
Betriebszustand gibt. Durch Wachstum nehmen die bereits heute gravierenden Umweltschäden rapide zu. Gemäß Regierungsbeschluss
ist dieses Problem mit "höchster Priorität" zu lösen, wobei als Zielmarke bis 2010 eine 70 %ige Anschlussquote an
funktionierende Abwasseranlagen genannt wird.
Die Zuständigkeit für die Umsetzung liegt beim Ministry of Industry and Trade (MOIT), welches gemeinsam mit anderen Ministerien weltweit Industriezonen besichtigt hat, um übertragbare Technologien und Lösungskonzepte zu finden. Das 1994 fertig gestellte Industrieklärwerk für die ChemiePark AG Bitterfeld (basierend auf einer seinerzeit vom BMFT geförderten Technologieentwicklung) ist vom MOIT als bestgeeignetes Orientierungsbeispiel ausgewählt worden - wobei eine Adaptation von Technologie und Lösungskonzept an Vietnam erforderlich sein wird.
Das Vietnam Institute of Industrial Chemistry (VIIC) des MOIT wurde in Zusammenarbeit mit IEEM als Erfahrungsträger des Klärwerks Bitterfeld beauftragt, mit Vorarbeiten zur Realisie- rung von zunächst 3 bis 5 Pilotprojekten ("Flagship Projects") zu beginnen.
Vietnam hat 162 registrierte Industriezonen (IZ), für die es 28 Klärwerke mit zumeist verbesserungsbedürftigem Bau- und
Betriebszustand gibt. Durch Wachstum nehmen die bereits heute gravierenden Umweltschäden rapide zu. Gemäß Regierungsbeschluss
ist dieses Problem mit "höchster Priorität" zu lösen, wobei als Zielmarke bis 2010 eine 70 %ige Anschlussquote an
funktionierende Abwasseranlagen genannt wird.Die Zuständigkeit für die Umsetzung liegt beim Ministry of Industry and Trade (MOIT), welches gemeinsam mit anderen Ministerien weltweit Industriezonen besichtigt hat, um übertragbare Technologien und Lösungskonzepte zu finden. Das 1994 fertig gestellte Industrieklärwerk für die ChemiePark AG Bitterfeld (basierend auf einer seinerzeit vom BMFT geförderten Technologieentwicklung) ist vom MOIT als bestgeeignetes Orientierungsbeispiel ausgewählt worden - wobei eine Adaptation von Technologie und Lösungskonzept an Vietnam erforderlich sein wird.
Das Vietnam Institute of Industrial Chemistry (VIIC) des MOIT wurde in Zusammenarbeit mit IEEM als Erfahrungsträger des Klärwerks Bitterfeld beauftragt, mit Vorarbeiten zur Realisie- rung von zunächst 3 bis 5 Pilotprojekten ("Flagship Projects") zu beginnen.
Arbeitsplan der Vorstudie
| 1. | Status-quo-Beschreibung der Industriezonen (IZ) in Vietnam (ökonom. Bedeutung der IZ für die Wirtschaft, Umweltschäden und -risiken insbes. durch Abwässer, Zusammenstellung, Komplettierung und Verifizierung der wichtigsten Informationen und Abwasserdaten, basierend auf umfangreichen Unterlagen und Vorarbeiten des VIIC und anderer) |
| 2. | Bedarfsprofil für IZ-Klärwerke: |
| a) orientiert an den geltenden Umweltgesetzen in Vietnam | |
| b) orientiert an internationalen Vorgaben | |
| c) unter Beachtung von Grenzen der Finanzierbarkeit (zurzeit 7.000 bis 10.000 Dong/m³) | |
| 3. | Voraussetzungen für einen nachhaltigen Klärwerksbetrieb: |
| a) abwassertechnisch (Anforderungsprofil für IZ-Klärwerke) | |
| b) institutionell (Gesellschaftsform, z. B. PPP-Klärwerk, staatl. Infrastrukturbetrieb o. Ä.) | |
| c) betrieblich (notwendige Trainingsmaßnahmen, Kalkulationsreserve für Folgekosten, Stufenprogramm zur Klärschlamm-/Abfallentsorgung) |
|
| d) Finanzierungsmodelle | |
| 4. | Priorisierung von 3 bis 5 geeigneten Erstprojekten |
| 5. | Exemplarische Prefeasibility-Betrachtung für den bestgeeigneten Standort: |
| a) wissenschaftl. Grundlage | |
| b) exemplarisches Technologiekonzept | |
| c) Pre-Business-Konzept (griffweise Kostenschätzung und Finanzierungsperspektive) | |
| 6. | Flankierende Maßnahmen zur wirtschaftlichen Verwertung (Unter anderem kommt der Ausschreibungsstrategie eine hohe Bedeutung zur angemessenen Bewertung von Qualität und umweltverträglicher Technologie zu. Ähnliches gilt für die Finanzierungsstruktur bei der Projektentwicklung und die einzusetzenden Technologien. Die Weichenstellung im Vorfeld bestimmt hierbei jeweils, ob nachhaltige und umweltverträgliche Qualitätstechnologien zum Einsatz kommen können oder nicht.) |
| 7. | Arbeitsplan für die weitere Realisierungsphasen |
| 8. | Dokumentation (mit perspektivischer Übertragbarkeitsbetrachtung auf BRIC-Staaten und Ankerländer mit ähnlicher IZ-Problematik) |

